Die Zwerg Breda

Beschreibung:
Körpergewicht Hahn 900g, Henne 800g

Herkunft:
In der Gegend von Lüttich/Belgien ist diese Rasse entstanden. Mit einer planmäßigen Zucht wurde 1923 begonnen. 1985 brachte K.H. Collatz die ersten Bassetten zu uns nach Deutschland. Die Anerkennung erfolgte Problemlos.

Erscheinungsbild:
Dieses Zwerghuhn zeigt eine ausdrucksvolle Landhuhnform. Typisch ist der tiefe Legebauch. Der breite Körper ist in der Haltung waagerecht. Die Rückenlinie ist mäßig lang und gerade- Der Schwanz ist breit und voll befiedert, er wird leicht angewinkelt getragen. Die Brustpartie ist voll und breit, gut gerundet aber nicht hervortretend. Die Beinfarbe ist bleigrau. Den ausdrucksvollen Kopf ziert ein aufrecht stehender Kamm, weiße herzförmige Ohrscheiben, große dunkle Augen. Die Bassetten werden auch als „Halbzwerge“ bezeichnet, denn in ihrer Erscheinung eines mittel hoch gestelltes kräftigen Huhnes, stehen sie in puncto Größe zwischen den eigentlichen Zwerghühnern und großen Hühnern.

Farbenschläge:
die Zwerg Breda sind anerkannt in den Farbenschlägen Schwarz, Weiß, Blau-gesäumt, Gesperbert, Silberlack, Goldlack, Chamois.

Eine neue Rase stellt sich vor:
In Holland schon seit Langem bekannt, sind sie endlich auch in Deutschland zu sehen - "Zwerg Breda" Auf der Nationalen Rassegeflügelschau in Erfurt 2002, nach letztmaliger Vorstellung 1986, im Farbschlag Weiß , wurden sie vom Bundes- Zucht und Anerkennungsausschuss, in den Farbenschlägen Schwarz, Weiß, Blau- gesäumt und Gesperbert, anerkannt. Wie stellt man sich diese überaus Attraktive, den Haubenhühnern zu zuordnenden Zwerge, vor? Mit einem Gewicht des Hahnes von 1100g und der Henne von 850g sind die Zwerg Breda keine Winzlinge unter den Zwerghühnern. Das Brutei Mindestgewicht wird im Standard mit 40g pro Brutei angegeben. Dieses Gewicht variiert leider noch unter den einzelnen Farbschlägen. Die Hauptrassemerkmale sind der kleine nach hinten gerichtete Schopf, der gut gebogene kräftige Schnabel mit seinen aufgeworfenen Nasenlöchern, die geringe Laufbefiederung mit den am Schenkel sitzenden harten Geierfersen ( Stulpen ) und der fehlende Kamm. Zum Thema Kamm muss ich anmerken, dass es sich um eine Vertiefung mit leicht wulstigen Rändern handeln sollte. Dieses Merkmal sieht man leider, wie auch bei der Großrasse, fast nie. Hier bedarf es noch mehr Zuchtarbeit. Zwerg Breda neigen noch dazu etwas Kammfleisch zu zeigen. Hier ist bei der Bewertung Fingerspitzengefühl gefordert, da es sich dabei um eine noch sehr seltene Rasse handelt. Ein Rassiger Zwerg Breda präsentiert sich mit einer breiten, vorgewölbten Brust, die etwas angehoben gezeigt wird. Der mehr als mittellange, leicht gebogene volle Halsbehang, der bis auf die breiten runden Schultern reicht, muss um den Typ zu verkörpern, auf jeden fall vorhanden sein. Der gerade, lange, breite Rücken, wird durch den Walzenförmigen leicht abfallenden, breiten, nach hinten schmaler werdenden Rumpf, unterstützt. Die Flügel werden fest anliegend gefordert. Der breite vollbefiederte Sattel und die breiten etwas gespreizten Steuerfedern, runden das Schwanzgefieder ab. Beim Hahn sollten die möglichst breiten Sicheln gebogen und nicht lanzettförmig sein - was aber in der Realität noch nicht bei allen Rassevertretern vorhanden ist. Die kräftigen langen Schenkel zeigen, dass die Zwerg Breda, auf keinen Fall zu niedrig stehen dürfen, da sonst die langen harten Geierfersen nicht zur Geltung kommen. Die gut gespreizten, mittellangen Zehen sind nur an den Außenzehen befiedert. Mittelzehenbefiederung ist unerwünscht, wird aber gestattet. Durch den fehlenden Kamm sind die Kehllappen mittellang und gut gerundet. Ohrscheiben werden klein und weiß gefordert. Die Augenfarbe ist bei den Zwerg Breda orangerot bis rotbraun. Wie schon erwähnt sind 4 Farben anerkannt. Der Schwarze Farbschlag wird rein schwarz mit Grünglanz gefordert. Hier sollte man nicht von dem stark ausgeprägten Grünglanz ausgehen, wie ihn z.B. die Zwerg Wyandotten oder Zwerg Australorps zeigen. Die schwarzen Zwerg Breda zeigen bis auf das Schmuckgefieder der Hähne leider noch einen sehr geringen Grünglanz. Jedoch sollte eventuell stark vorhandene violette Farbe im Gefieder gestraft werden. Die reine Grundfarbe bei den Weißen, ist bei den Hennen mustergültig, im Gegensatz dazu ist jedoch ein leichter gelber Anflug im Schmuckgefieder der Hähne zu akzeptieren, und im Standard auch so vermerkt. Die spalterbig Blau- gesäumten zeigen eine hellere oder dunklere Grundfarbe, mit einem sichtbaren dunkleren Saum um jede Feder. Die Hähne sind im Schmuckgefieder dunkelblau bis blauschwarz, jedoch ohne jeglichen Grünglanz . Die Gesperberten Zwerg Breda zeigen keine scharf abgegrenzte Federzeichnung wie z.B. gestreifte Farbschläge. Die Gesperbert Farbe setzt sich aus einem mehrfachen Wechsel von Schwarz und Blaugrau zusammen, die leicht bogig quer Gesperbert ist. Beim Hahn ist die Zeichnung möglichst mit gleicher Breite zu zeigen. Bei den Hennen sind die dunkleren Federteile etwas breiter als die helleren. Das Untergefieder ist nur mäßig bis schwach gezeichnet. Ich hoffe, dass dieser Beitrag einige Züchter zur Anschaffung und Verbreitung dieser bei den Zwerghühnern einmalig seltenen Rasse animiert.

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