Das Brutei

Langsam werden die Tage wieder länger, die Sonne lässt sich öfter sehen und es wird endlich wieder wärmer.

Auch in unseren Ställen werden die Tiere munterer, das Federkleid komplettiert sich und die Kämme werden wieder roter und leuchtender.

Dank verlängerter Lichtzufuhr und eiweißreicherem Futter sollten langsam die ersten Eier in den Nestern liegen.

Die Nester sollten gesäubert und mit frischem Stroh oder Heu versehen sein. Ausreichend sollte die Anzahl der Nester sein, damit sich die Hennen nicht bei der Eiablage knubbeln und ggfs. die Eier verschmutzt oder zerdrückt werden. Für 4 Hennen sollten 2 Nester schon aufgestellt werden..... .

Gerade wenn es noch frieren könnte, sollte man die frischen Eier regelmäßig einsammeln, damit der Keim keinen Schaden nimmt. Gelagert werden die Eier am besten im Keller bei ca. 10 °C.

Eine handelsübliche Eierhorde eignet sich hierfür sehr gut. Meist werden die Eier auf der Spitze gelagert, so dass sich Luftblase und Keimscheibe nicht an falscher Stelle festsetzen können.

Manche favorisieren auch die waagerechte Lagerung. Hierbei muss das Ei aber täglich mindestens 1x um die halbe Achse gewendet werden. Diese Lagerung kommt der Lage der Eier im Nest bei der Naturbrut am nächsten.

Je frischer die Eier sind, die in die Brutmaschine eingelegt werden, umso besser ist schlussendlich das Ergebnis. Damit aber genügend Eier zusammenkommen, sammeln die meisten etwa 2 Wochen, bis die Einlage in den Brutapparat erfolgt. Küken, die einen 2-wöchigen Altersunterschied aufweisen, kann man auch noch ganz gut zusammen aufziehen.

Aber auch bei 3 Wochen alten Eiern werden noch Küken schlüpfen, aber die Absterberate ist hierbei deutlich höher.

 

 

Man sollte nur entsprechend große und geformte Eier zur Brut verwenden. Hier gilt es als Züchter Hennen, die zu kleine, zu große oder deformierte Eier legen, zu erkennen, und ggfs. in Zukunft nicht mehr in der Zucht zu verwenden. Eigewicht und Eiform gehören auch zu wichtigen Merkmalen einer erfolgreichen Zucht.

Falls man die Eier beschriften möchte(welcher Stamm, welche Henne, Legedatum etc.), dann am besten auf der stumpfen Eiseite. Bleistift ist hierfür sehr gut geeignet. Und nicht zu viel auf das kleine Ei schreiben, da ansonsten zu viele Poren verschlossen werden könnten.

Verschmutze Eier kann man vorsichtig reinigen. Möglichst nur trocken oder mit ganz wenig Wasser, da man hierdurch eher den Schmutz in die Poren reibt und diese dann verkleben, so dass die Sauerstoff-Zirkulation im Ei gestört werden kann. Sind Eier zu arg verdreckt, dann sollte man sie lieber nur in der Küche verwenden.

Vor der direkten Einlage in den Brutschrank, der natürlich auch gut gereinigt sein sollte, kann man die Eier mit einem geeigneten Desinfektionsmittel besprühen. Das senkt die Keimbelastung im Brutapparat.

Hat man alle Vorkehrungen getroffen, kann es endlich losgehen. Endlich wieder eine neue Brut, die mit Spannung auf ein Neues erwartet wird.

Eine automatische Wendung, ausreichend Luftzufuhr, die passende Temperatur

(ca. 37.8°C), Abkühlphasen und zum Ende der Brut eine erhöhte Luftfeuchtigkeit sollten dann den erhofften Erfolg schon bringen.

 

Aber auch hier erlebt immer wieder kleinere oder größere Überraschungen!

„Gute Zucht“

 

Euer

Andreas Stephan

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